Architekturfotografie

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Wie der Name schon sagt, geht es bei der Architekturfotografie um Architektur. Dabei ist es erst einmal egal ob Außenarchitektur oder Innenarchitektur damit gemeint ist. Diese Art der Fotografie ist die Wechselwirkung von Raumwahrnehmung und der fotografischen Raumdarstellung. Die Architekturfotografie als Genre ist so alt wie die Fotografie selbst und wurde bereits von den Pionieren als Thema gewählt. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Teilbereich der fotografischen Ausbildung.

Was zählt alles zur Architekturfotografie?

Auch wenn wir erst einmal an einzelne Gebäude oder Fassaden denken so gibt es viele Bereiche, die zur Architekturfotografie gehören. Aus der Sicht der Objekte geht es da um folgende Varianten:

  • Stadtlandschaften
  • Stadtansichten
  • einzelne architektonische Objekte
  • Architekturdetails
  • Stadtmobiliar, Straßenkunst, Denkmäler u. a.
  • Exterieur und Interieur (Außen- und Innenansichten)

Wenn wir das in Genres unterteilen dann kann man folgende Ansatzpunkte auswählen:

  • Gesamtästhetischer Ansatz: Das spontane Foto als Zugang zum Objekt
  • ideeller Ansatz: Assoziationen zur Funktion oder Lage des Gebäudes
  • fokussierender Ansatz: Details werden herausgearbeitet
  • integrativer Ansatz: Einbettung ins Umfeld, Menschen, Panorama, kontrastrierende Elemente, Wetter etc.
  • lichtbasierter Ansatz: Lichtsituation je nach Jahreszeit und Tageszeit
  • künstlerischer Ansatz: Verfremdung, HDRSchwarzweißfotografie etc.
  • perfektionistischer Ansatz: starke Nachbearbeitung bei Arbeiten für Auftraggeber.

Quelle für beide Listen ist Wikipedia)

Anregungen und Tipps in Berlin

Unter der Architekturfotografie verstehen, glaube ich, die meisten Hobbyfotografen die Außen- und Innendarstellung von einem oder wenigen Gebäuden auf einem Foto. Ich bleibe bei dem Beitrag mal bei der Außenansicht der Architektur.

Dabei gibt es neben der Architektur selbst noch ein paar anderen Einflüsse, die du in deine Gestaltung mit einbinden kannst. Zum einem ist es das Wetter und auch die Perspektive und der Wahl des Ausschnittes.

Das Wetter spielt natürlich nur dann eine Rolle, wenn du auf dem Foto z.B. Himmel mit drauf hast. Handelst es sich um einen stark bewölkten oder grauen Tag, dann kann es bei hellen Fassaden durchaus dazu kommen, dass die klare Linienführung (Abgrenzung) nicht ersichtlich ist. Dann muss man vielleicht bei der Bildbearbeitung mit Helligkeit und Kontrast arbeiten. Bei einem strahlenblauen Himmel und z.B. einer weißen Fassade hat man diese Herausforderung nicht zu meistern. Bei sonnigem Wetter kannst du dann auch noch mit den Schatten „spielen“ so wie auf dem Bild was unten folgt.

Die Perspektive, also der Standort spielt wie fast überall in der Fotografie auch bei der Architekturfotografie eine sehr große Rolle. Wir neigen ja oft aus derselben Höhe zu fotografieren, aber es lohnt sich ab und zu auch mal die Kamera auf den Boden zu stellen (Froschperspektive) oder auf eine Leiter mit der Kamera zu steigen (Vogelperspektive). Bei der zweiten Variante kann man vielleicht Brücken, Treppen oder andere Häuser für sich nutzen. Eine Leiter hat man ja selten im „Fotorucksack“.

Welchen Ausschnitt wähle ich bei der Fotografie des Bauwerkes, diese Frage muss man sich natürlich auch stellen. Und fotografiere ich auch ein Teil der Umgebung oder nur das Gebäude. Oder nur einen Ausschnitt wie Fenster oder Teile der Fassade.

Fragen über Fragen und ich sage euch hier nur: „Probiert einfach mal alles an einem gut zugänglichen Gebäude aus!“

Stephan

Ab und zu kann man auf einem Foto nicht so richtig die Größenverhältnisse widerspiegeln und da hilft es oft eine Person mit auf dem Bild zu haben. Alleine diese Person bewirkt, dass der Betrachter einen Eindruck bekommt wie groß das Bauwerk ist.

Details können bei einer Serie der Architekturfotografie auch eine sehr große Rolle spielen. Was ich dann oft mache, wenn ich eigentlich nur kleine Ausschnitte fotografieren möchte, dann mache ich auch noch ein Bild von der ganzen Fassade. So habe ich später, gerade zu kleinen Ausschnitten einen Bezug.

Berlin schwarzweiss 2022 STR01891

Werkzeug für die Architekturfotografie

Also grundsätzlich würde ich bei den Objektiven auf ein Weitwinkel ab 20 mm zurückgreifen und eventuell ein Telezoom 70 – 200 mm für Ausschnitte noch einpacken. Aber vielleicht kannst du dich ja schon für den nächsten Photowalk vorher festlegen und so kannst du dich auf die Arbeit dann besser konzentrieren. Außerdem musst Du weniger schleppen. Optional würde ich auch ein Stativ einpacken.

Stürzende Linien

Bei der Architekturfotografie haben wir oft mit stürzenden Linken zu tun. Was ist denn das nun schon wieder?

Als stürzende Linien werden in Zentralprojektion dargestellte vertikale Linien, die im Objekt parallel verlaufen, bezeichnet. Bei oben befindlichem Fluchtpunkt scheinen sie in der Darstellung aufeinander zu „zustürzen“.

Der Begriff wird häufig in der Fotografie – insbesondere der Architekturfotografie – gebraucht. In letzterer möchte man u. a. die frontale Ansicht auf eine Fläche (Gebäudefront, Wand u. ä.) zu Dokumentationszwecken oder für eine geometrische Auswertung darstellen. Daran ist man gehindert, weil der passende Aufnahmepunkt z. B. vor einem hohen Gebäude nicht oder schlecht erreichbar ist. In der Fototechnik wurde die Aufnahmemethode mit quer verschiebbarem Objektiv (Shift) entwickelt, womit anstatt verzerrter Aufnahmen von ungünstigen Standpunkten aus Abbildungen ohne stürzende Linien möglich sind (z. B. Aufnahmen einer Hochhausfassade vom Boden aus und in geringer Entfernung).

Inzwischen befinden sich entsprechend verstellbare Objektive auch für Kleinbildkameras zur Verwendung in der Amateurfotografie im Handel. In diesem Zusammenhang ist zu betonen, dass Shiften nicht zur Minderung oder Beseitigung eines Abbildungsfehlers dient. Im Gegenteil: die Perspektive, in der das Objekt dem Fotografen erscheint, wird gefälscht. Abgesehen von einer gezielten Verwendung wie in der Architekturfotografie, werden damit vom Fotografen gewünschte, i. d. R. verfremdende Effekte erzielt. (Quelle Wikipedia)

Ich hoffe in meinem Betrag war auch was für dich dabei uns solltest du in Berlin sein, dann schaue doch einfach mal bei Gemeinsam erleben in meinen Aktivitäten vorbei.

Gutes fotografieren wünscht dir Stephan aus Berlin

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