Tower hochhinaus – Flight 0815 ruft

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Vom Tower am Flughafen Tempelhof

Der Tower vom alten Flughafen Tempelhof war unser Ziel am ersten September Wochenende. Also gebucht, Kamera eingepackt und rein in die Offis von Berlin. Dann ab nach Tempelhof und am Bahnhof Tempelhof ging es direkt auf das alte Rollfeld, daß heute wieder auf den Namen Tempelhofer Feld „hört“.

Tower – Flughafen Tempelhof

Der Flughafen Berlin-Tempelhof war neben den Berliner Flugplätzen Johannisthal und Staaken einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den Linienverkehr auf. Er war bis zu seiner Schließung am 30. Oktober 2008 neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin und trug die Bezeichnung Zentralflughafen. Im Jahr 2007 wurden dort rund 350.000 Fluggäste abgefertigt.

Ab 2010 wurde das ehemalige Flughafengelände vom Land Berlin und seinen Unternehmen mit dem Projektnamen Tempelhofer Freiheit bezeichnet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am 14. Juni 2014 trat das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes (ThF-Gesetz) in Kraft und schrieb den Namen Tempelhofer Feld fest.

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Die Fläche, auf der der Flughafen Tempelhof gebaut wurde – das Tempelhofer Feld –, war ehemals ein Exerzierplatz. Der erste Motorflug auf dem Tempelhofer Feld fand bereits 1909 statt. Am 28. Januar begann der Franzose Armand Zipfel (1883–1954) hier mit seinen öffentlichen Vorführungen. Er flog auf Einladung des Berliner Lokal-Anzeigers unter großem öffentlichen Interesse bis Mitte Februar 1909 mit seinem Voisin-Doppeldecker.

Vom 4. bis 20. September 1909 führte auch Orville Wright auf dem Feld Demonstrationsflüge durch, bei denen er unter anderem einen Höhenweltrekord von 172 m aufstellte und erstmals einen Passagierflug von 1:35 Stunden Dauer absolvierte. Im Oktober führte Hubert Latham (1883–1912) den ersten Überlandflug über einer Stadt vom Tempelhofer Feld über Rixdorf und Britz zum Flugplatz Johannisthal durch. (Quelle: Wikipedia)

Bilder vom Tower aus

Jetzt kommen wieder meine Bilder in Schwarzweiß und es wurden alle Aufnahmen mit dem Samyang 2.8 24-70 mm Zoom gemacht. Aber schaut selbst, was die Linse auf die Speicherkarte gezaubert hat. Ich habe wieder den Ausschnitt, die Größe und die Farbe verändert. Ansonsten habe ich nicht mehr an der Belichtung oder Schärfe geschraubt. Auch diesmal hat die Arbeit mit diesem Objektiv sehr viel Spaß gemacht. Und nachdem ich mich beim ersten Eindruck noch über das Gewicht ausgelassen habe, muss ich sagen: Man muss nur öfter die Linse benutzen, dass spart das Fitness-Studio.

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Über das Rollfeld gingen wir dann an der Straße zum Eingang am Hangar 7. Dort ging es zu Fuß 6 Etagen hoch – super Idee. Auch dieser Weg lohnt sich, auch wenn ein Aufzug zur Verfügung steht. Denn selbst hier wurde dem Denkmalschutz genüge getan. Über die alte Treppe, die der Belastung nicht mehr standgehalten hätte, wurde eine neue Treppe installiert. Und Oben auf der Dachterrasse des Tower angekommen, hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt. Wenn das Wetter, wie an diesem Wochenende, mitspielt.

Vom Tower in Richtung Fernsehturm

Die letzten Flüge vom Tower betrachtet

Der letzte Charterflug und gleichzeitig der letzte Start eines Jets von Berlin-Tempelhof erfolgte am 30. Oktober 2008 um 22:12 Uhr mit der Boeing 737-700 D-ABAB der Air Berlin unter Flugnummer AB1001 mit den Kapitänen Funke und Altenscheidt im Cockpit. Der Flug landete nach nur 22 Minuten um 22:34 Uhr in Berlin-Tegel und beendete damit die Geschichte der Jetfliegerei ab Tempelhof.

Nur fünf Minuten später startete um 22:17 Uhr eine Dornier 328 der Cirrus Airlines mit dem Kennzeichen D-CIRP als letzter Linienflug in Richtung Mannheim. Cirrus Airlines und einige ihrer Piloten hatten eine besondere Bindung zum Flughafen Tempelhof und so verabschiedete sich der letzte Abflug dieser Airline aus Tempelhof bei Tageslicht gegen 16:45 Uhr mit dem Flugzeug D-COSA mit einer Ehrenrunde, über dem Südteil der Stadt und einem nochmaligen tiefen Überflug über die Piste 27L, vom Flughafen.

Die letzten Flugzeuge, die in Tempelhof offiziell starteten, waren eine Douglas DC-3 (Rosinenbomber) und die Junkers Ju 52/3m „Berlin-Tempelhof“ der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung, die um 23:55 Uhr parallel von den beiden Startbahnen abhoben, mit den Flügeln winkten und nach Südosten, Richtung Schönefeld wegdrehten.

Video von und mit Tower

airport tower tempelhof berlin 2023

Es gibt übrigens im September für Mitglieder der Gruppe bei GE eine Aktion zusammen mit Samyang Deutschland. Einfach mal kostenfrei anmelden und selbst schauen.

Dein Stephan aus Berlin

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