Workflow – Windows auf Linux

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Workflow in 2024 auf Linux umgestellt

Neues Jahr und neue Herausforderungen mit einem veränderten Workflow bei der Bildbearbeitung. Bisher lief alles unter Windows 11 mit Capture One und zum Teil noch mit Gimp. Aber ich habe persönlich beschlossen, mich in Zukunft nur noch in der Linuxwelt zu bewegen und habe zum Jahreswechsel nach Alternativen im Bereich der Bildbearbeitung und Verwaltungen gesucht. Auch die Frage, welches System ich dann in Zukunft nutzen werde, stellte sich.

Umstellung auf Mint

Da ich ein Linux Distribution gesucht habe, die mir den Umstieg so leicht wie möglich macht, bin ich unterm Strich bei Mint gelandet. Das kann man sich hier runter laden und auch erst einmal über einen bootfähigen Stick nutzen. Nachdem der Desktop und die Distribution klar war, stellt sich die Frage, wie ersetze ich den gewohnten Workflow und Capture One und Davinci Resolve (für die Videos) im Linux Umfeld.

Workflow – darktable

Was den Import und die grundsätzliche Bearbeitung meiner Bilder betrifft, bin ich relativ schnell bei darktable gelandet. Die Oberfläche erinnert sehr an Lightroom und nach kurzer Einarbeitungszeit gehen die grundsätzlichen Arbeiten mit den RAW Dateien von FujiFilm und Sony gut von der Hand.

Bildschirmfoto vom 2024 01 21 13 58 44

Der Import bestehender RAW Dateien geht fix und das Programm könnte man sowohl unter Linux, als auch unter Windows und MAC nutzen. Jetzt muss ich dazu sagen, dass ich sehr oft an den Bildern nicht wirklich komplexe Änderungen vornehme. Das heißt, ich importiere die Dateien von der Kamera und dann wird nach der Sortierung oft nur der Bildausschnitt gewählt, das Bildformat auf 16:9 angepasst und ein bisschen an der Belichtung „geschraubt“. Und natürlich geht es auch in 2024 in schwarzweiß weiter. Und genau für diese Arbeiten ist darktable sehr schnell nutzbar.

Workflow – Größe anpassen

Bildschirmfoto vom 2024 01 21 13 59 17

Wenn die Aufnahmen einer Serie fertig „belichtet“ sind und im jpg Format auf der Festplatte gespeichert wurden, geht es mit der Optimierung für das Internet und meiner Homepage weiter. Also benötige ich ein Tool, mit dem ich die Datei auf eine gewisse Pixel- und Dateigröße „eindampfen“ kann. Auch hier bin ich im Linux Umfeld mit dem Programm XnConvert fündig geworden. Einmal für die Zwecke eingerichtet, werden schnell mal 50 bis 100 Bilder konvertiert.

Anmerkung 8.2.2024 Das Konvertieren in eine bestimmte Größe, kann man aber auch direkt in darktable beim Export machen.

Damit kann man dann die fertigen Bilder auf den Sozialen Medien und hier auf meiner Homepage nutzen. Den Beitrag in Sachen Schnee, habe ich bereits komplett im neuem Workflow erstellt.

Bildschirmfoto vom 2024 01 21 13 59 59

Für alle anderen Arbeiten in Sachen Banner und Thumbnail benutze ich gerne weiterhin Gimp. Damit habe ich vor vielen Jahren meine ersten digitalen Bilder entwickelt und auch schon ein paar Tutorials erstellt. Ich werde hier auch noch ein paar Tutorials zu den oben genannten Programmen in den nächsten Wochen erstellen. Also lohnt es sich meinen Youtubekanal zu abonnieren.

Workflow – Videoschnitt

Bildschirmfoto vom 2024 01 21 14 39 31

Da ich sehr gerne auch meine Fotos in kleinen Videos präsentiere, war auch hier die Frage steige ich mit Davinci Resolve auf Linux um oder suche ich mir da auch eine Alternative. Denn es geht ja auch um die oben genannten Tutorials und andere Kanäle, die ich mit Videos weiterhin „füllen“ möchte. Nach längerem Suchen bin ich auch hier bei Kdenlive gelandet und habe meine ersten Gehversuche gemacht. Aber hier muss ich aktuell noch sagen, dass ich da noch keine großen Erfahrungen gesammelt habe. Aber das wird sich in der nächsten Zeit dann auch ändern, denn die nächsten Photowalks stehen auf der Agenda.

Fazit Umstieg auf Linux

Die Entscheidung für die Distribution ist sehr schnell gefallen und nach ein paar Wochen habe ich diesen Schritt nicht bereut. Dann hatte ich mir natürlich eine Liste der Windows Programme gemacht, die ich dann mit Alternativen unter Linux ersetzten wollte. Ich bin bei der Bild- und Videobearbeitung überall fündig geworden und der Umstieg war auch nicht sonderlich schwer.

Was ich auch noch sehr lobend erwähnen möchte, so sind alle hier aufgeführten Programme auch mit deutscher Benutzerführung/Oberfläche ausgestattet. Und die Software ist kostenfrei nutzbar. Ob Linux langfristig für mich die Lösung ist, dass werde ich, denke ich mal, zum Ende des Jahres sagen können.

Wer aber grundsätzlich mit dem Gedanken spielt, der sollte sich im Vorfeld tatsächlich Gedanken machen wofür er den PC benutzt. Dann sollte man sich eine Liste aller Programme erstellen und Schritt für Schritt nach den Linux Programmen suchen. Oft, so wie bei Gimp und Darktable, gibt es auch eine Windowsversion und die sollte man erst einmal testen.

Ich würde auch bei der riesigen Auswahl an Linux Distributionen nicht zu viel Zeit investieren. Denn sind wir mal ganz ehrlich, ob der Motor Windows, Mac oder Linux heißt, dass ist doch egal. Die Arbeitsmittel, also Programme sind das Salz in der Suppe.

Wer nicht lange suchen möchte und eine Oberfläche nutzen möchte, die an Windows 10 erinnert, der ist mit Linux Mint und dem Desktop Cinnamon, ja Zimt, sehr gut bedient.

Ohh, das Terminal bei Linux

Als ich vor vielen Jahren mit UNIX und auch Linux SUSE gearbeitet habe, war das Terminal und die komischen Befehle täglich Brot. Ohne diese ging so gar nix und an eine grafische Oberfläche war noch nicht zu denken. Ja man hatte das Gefühl in der Matrix zu arbeiten. Aber ganz ehrlich, alles was ich in den letzten Wochen gemacht und angepasst habe, wurde mit der grafischen Oberfläche in deutscher Sprache erledigt. Also lasst euch nicht von irgendwelchen Befehlen abschrecken, die sind oft für die Insider nützlich und für den Anwender nicht notwendig.

Wenn Du Fragen hast bzw. mehr über meine Erfahrungen erfahren möchtest, dann stehe ich dir gerne zur Verfügung. Nutze einfach das Kontaktformular oder die Kommentarfunktion und wer weiß, vielleicht kann ich dir unter die Arme greifen. Und wer sich nicht sicher ist, der sollte sich mal einen Linux Mint Stick erstellen und dann mal ein wenig ausprobieren. Das würde ich auf jeden Fall einmal tun, denn es nimmt jedem schon ein wenig die Angst.

Dein Stephan aus Berlin

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2 Replies to “Workflow – Windows auf Linux”

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